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Der Diamant

Allgemeines


Das Wort Diamant ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet soviel wie "der Unbezwingbare". Diamant besteht aus vierwertigem Kohlenstoff (C). Reiner Kohlenstoff ist farblos. Der Diamant ist das härteste natürliche Material und führt daher die Mohs´sche Härteskala mit 10 an. Die Härte ist allerdings auf den einzelnen Kristallflächen verschieden. Aus diesem Grunde kann der Diamant nur mit Diamant bzw. Diamantpulver geschliffen werden. Die Schleifhärte des Diamanten ist 140 mal größer als bei Rubin und Saphir, obwohl sie die Mohshärte 9 haben und damit das zweithärteste natürliche Material sind.
Wegen seiner hervorragenden optischen Eigenschaften, hohe Lichtbrechung und starke Dispersion*, wegen seiner Härte und früheren Seltenheit wurden Diamanten immer sehr geschätzt. Er ist der einzige Edelstein, der so geschliffen werden kann, dass das einfallende Licht zu 100% reflektiert wird. Dies ist beim perfekten Brillantschliff der Fall. Der Diamant ist auch ein sehr guter Wärmeleiter, was ihm viele Verwendungsmöglichkeiten in der Industrie eingebracht hat.

Diamanten sind in großer Tiefe (über 100 KM) bei sehr hohen Temperaturen und großem Druck entstanden. Eine weitere Vorraussetzung für die Entstehung von Diamanten ist das Vorhandensein von Kohlenstoff. Da diese 4 Determinanten relativ selten zusammen vorkommen, gibt es nur wenige Stellen auf der Erde, an denen Diamanten zu finden sind. Durch vulkanische Eruption gelangten sie mit aufsteigendem Magma bis an die Erdoberfläche. Allerdings haben nur wenige Diamanten diesen Aufstieg überstanden, da die große Hitze und Gewalt eines Vulkanausbruches diese wieder zerstörten.
Die unterschiedlichen Farbtönungen, die man bei Diamanten bewundern kann, entstehen durch Beimengungen von Spurenelementen. Stickstoff führt beispielsweise zu einer gelblichen bis bräunlichen Tönungen. Mangan ist für die seltene und teuerste rötliche Farbe verantwortlich und Aluminium für ebenfalls seltene Blaufärbungen verantwortlich. Die Farbe Grün entsteht durch radioaktiven Einfluss.
Die wichtigsten diamantproduzierenden Länder für Schmuckdiamanten sind Russland, Kanada, Namibia, Botswana, Angola, Süd Afrika, Ghana und Sierra Leone. Nur ca. 5 % der Gesamtproduktion liefert Diamanten in einer guten Schmuckqualität.

*Farbenspiel (Feuer), das durch das Zerlegen des weißen Lichts in die Spektralfarben zustande kommt.

 

 

 

Hearts and Arrows Brillanten

Nur wenn die Rundistfacetten des Unterteiles mit den Rundistfacetten des Oberteiles eines Brillanten aufeinander in Symmetrie und Winkel (Senkrecht) ausgerichtet und die Unterteil-Rundistfacetten nicht länger als 80% sind, erscheint der „Hearts and Arrows“ Effekt. Der Effekt zeigt sich bei Betrachtung des Brillanten durch ein spezielles, aber einfaches „low-tech“ Gerät, dem Heart and Arrow Viewer (Reflextionsbetrachter). Betrachtet man den Brillanten durch dieses Gerät von oben, zeigen sich acht Pfeile. Von unten zeigen sich acht Herzen. In den 80er Jahren waren es die Japaner, die die ersten „Hearts and Arrows“ Brillanten schliffen. Mitte der 90er Jahre wurde diese Schliffausführung in den USA populär, und seit einigen Jahren finden sich auch in Europa immer mehr Interessenten. Im Zertifikat wird dieser Effekt mit einer extra Zeichnung und mit der Bemerkung im Kommentar: „Hearts and Arrows“ angegeben. Nicht jeder Brillant der die beste Schliffberwertung bekommt, zeigt automatisch auch „Hearts and Arrows“. Beide Faktoren hängen nicht voneinander ab. Auch ein Brillant der in den Proportionen nicht so gut ist, kann diesen Effekt hervorbringen, da der „Hearts and Arrows“ Effekt Hauptsächlich von der Ausrichtung der Facetten abhängt. Um alle acht Herzen perfekt hervor zu bringen, müssen die Facetten auf der „Uhr“ korrekt zueinander ausgerichtet sein. „Hearts and Arrows” sind nicht gleich “Hearts and Arrows”. Es gibt hier je nach Perfektion der Schliffausführung große Unterschiede. Wenn nur eine Facette nicht exact angelegt ist, ist die Auswirkung als nicht sauberes Herz oder Pfeil in dem „Heart and Arrow Viewer“ zu sehen.

Wer einen perfekt proportionierten Brillanten mit einem „Hearts and Arrows“ Effekt haben möchte, muss zusätzlich mit 5-10 % Aufpreis rechnen. Diese Steine sind sehr selten. Der Schleifer eines solchen Brillanten muss seine Arbeit alle paar Sekunden überprüfen, um in den eng gesetzten Toleranzen zu bleiben, die nötig sind, um diesen Effekt in seiner besten Form hervorzubringen. Für das Schleifen benötigt der Schleifer vier mal so lange wie für einen normalen Brillanten. Auch der Schleifverlust ist größer.

Unsere „Hearts and Arrows“ Brillanten haben alle ideale Proportionen und zeigen einen sehr schönen „Hearts and Arrows“ Effekt. Nur wenige Brillanten, unter denen die als „Hearts and Arrows“ bezeichnet werden, erfüllen auch diese Bedingungen. Wir sind der Meinung, dass ein Brillant der diesen Effekt zeigt auch in allen Punkten wirklich perfekt sein muss um etwas besonderes darzustellen.

 

 

 

Expertisen/Zertifikate


Das Graduierungssystem für Reinheit, Farbe und Schliffausführung für Diamanten ist sehr komplex und trotz vieler Versuche nicht standardisiert. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Diamant, würde man ihn in verschiedene Labors geben, mit jeweils unterschiedlichen Ergebnissen herauskommen würde. Daher wird der Wert eines Diamanten nicht nach Farbe, Reinheit und Schliffausführung bewertet, sondern danach, wer Farbe, Reinheit und die Schliffausführung festgestellt hat. So werden die Diamanten mit einer Expertise von GIA* und AGS*, jeweils aus den USA, am höchsten gehandelt. Diese beiden Labors legen die strengsten Bewertungsmaßstäbe an. Danach kommt gleich HRD* in Antwerpen. Dann DPL* in Idar-Oberstein, wobei die DPL Expertise auf dem internationalen Markt keine Rolle spielt. Alle anderen Zertifikate und Gutachten werden mit mehr oder weniger starken Abschlägen gehandelt und sind teilweise mit Vorsicht zu betrachten. Auch Diamanten ohne Zertifikat halten meistens der angegeben Graduierung nicht stand. Ebenfalls werden Zertifikate die älter als 10 Jahre sind mit Abschlägen gehandelt, da sich die Standards im laufe der Zeit verändern. Besitzen Sie bereits Diamanten mit einem Zertifikat, so sollten Sie es alle 10 Jahre erneuern lassen.

*GIA

Gemological Institute of America

*AGS

American Gem Society

*HRD

Hooge Raad voor Diamond in Antwerpen

*DPL

Diamant PrüfLabor in Idar Oberstein

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