Deine Persönlichkeit Dein Schmuck
   Deine Persönlichkeit                                                                                 Dein Schmuck

die Geschichte der Perle - Zuchtperlen

Perlen und Perlenschmuck - Geschichte

Perlen und Perlenschmuck in der Antike

Literarische Quellen, Ausgrabungsfunde, erhaltene Kunstschätze, Reliefs, Münzen und Bilder bezeugen, dass Perlen bereits in frühester Zeit in vielfältiger Weise von Männern und Frauen als Schmuck benutzt und getragen wurden.

Die Perle ein göttliches Geschenk, ein köngliches Geschenk.

•       Die chinesische Geschichtsschreibung berichtet, dass Kaiser Yu bereits vor etwa 5000 Jahren Perlen aus dem Yangze als Geschenk erhielt.

•       Im Museum of Art in New York kann man ein griechisches Collier aus Perlen und Gold betrachten, das vermutlich 300 v. Ch. gefertigt wurde.

•       Im Louvre befindet sich Perlenschmuck, der älter als 2400 Jahre ist. Das dreireihige Collier wurde bei Ausgrabungen in einem Sarkophag im Palast der persischen Könige von Susa gefunden.

•       Reliefs und Portraits zeigen persische Herrscher, Prinzen und Königinnen reich geschmückt mit Perlen. Perlen werden als lange Ketten oder im Ohr getragen, Sie sind auf kostbare Gewänder aufgenäht und schmücken Gürtel, Kronen, Bart und Kopfhaare.

Während der Blütezeit des römischen Reiches wurden Perlen zu einem der begehrtesten Handelsgüter

Aus allen damals bekannten Fundstellen strömte das kostbare Gut nach Rom Die mächtigen und reichen Römer waren unübertroffen im verschwenderischen zur Schau stellen von Perlen und Perlenschmuck. Plinius gibt in seiner Kulturgeschichte dafür viele anschauliche Beispiele und äußert auch sein Missfallen über die Verschwendungssucht.

•       Die Frau des römischen Kaisers Caligula nutzte auch kleine Festlichkeiten, um sich mit Perlen im Werte von Millionen zu behängen. Das wundert einen nicht mehr, wenn man hört, dass Caligula selber seine Stiefel mit Perlen besetzen ließ und sein Lieblingspferd mit einem Perlencollier schmückte.

•       Pompeius wird nachgesagt, dass er auf dem Höhepunkt seiner Macht im Triumpfzug in Rom ein Perlen geschmücktes Abbild seiner Person zur Schau trug.

•       Nero ließ sich in einer Sänfte herumtragen, die auf der Innenseite mit Perlen ausgeschmückt war.

Der von den Römern zur Schau gestellte Reichtum und Luxus nahm solche Ausmaße an, dass man den Bürgern schließlich gesetzlich Beschränkungen auferlegte.

Darin wurde auch festgelegt, wie viele Perlen eine Person gleichzeitig tragen durfte.

Mittelalter - die Perle als sakraler Schmuck

Im Mittelalter ging die Bedeutung der Perle als Schmuck für Privatpersonen stark zurück Christliche Lehre und Moralvorstellung forderten den Verzicht auf persönlichen Luxus und Eitelkeiten. Doch Wertschätzung und Symbolgehalt der Perle wird keineswegs abgeschwächt. Im Gegenteil:

Die Perle wird zum christlichen Symbol für die Reinheit der Jungfrau Maria und die Liebe Gottes und Jesus Christus.

Perlen finden jetzt vorrangig Verwendung in der sakralen Goldschmiedekunst - auf Mariendarstellungen, auf Reliquiengefäßen, Kelchen, Bibeln, Kreuzen, Kirchengewändern, Altären, sowie Perlstickereien auf Messgewändern, Bischofsmützen, Altarbehängen.

Perlen und Perlenschmuck in der Neuzeit

Im 15. und besonders im 16. Jahrhundert erlebten Perlen und Perlenschmuck einen neuen Höhepunkt der Wertschätzung.

Perlen aus dem neuen Kontinent

Einer der Gründe für diese Besteisterung war, dass der von Christoph Kolumbus entdeckte neue Kontinent reich an Naturperlen war. In den Seen und Flüssen Nordamerikas gab es eine Vielfalt phantastischer Süßwasserperlen. Man entdeckte dort 300 verschiedene perlbildende Mollusken. Im Vergleich dazu zählte man in Europa nur etwa 10 Süßwasser Muschelarten. Die Küsten von Panama und Venezuela bargen exquisite Salzwasserperlen. Es dauerte nicht lange und Perlen wurden an den Höfen der europäischen Könige zu den begehrtesten Juwelen. Perlen und Perlenschmuck erlebten eine neue Blütezeit.

Königin Elisabeth - eine leidenschaftliche Perlenliebhaberin

Von allen Königinnen war Elisabeth I (1533 - 1603) die wohl leidenschaftlichste Anhängerin von Perlen. Gemälde zeigen sie meist mit mehreren Perlenketten verschiedener Längen. Einige reichten bis zu Ihren Knien. Sie soll 3000 perlenbestickte Roben besessen haben. Aber mittlerweile gab es in Europa auch eine Schicht wohlhabender Bürger, die Ihren Reichtum gerne zur Schau stellten und üppigen Perlenschmuck trugen.

 

 

Zuchtperle

Hunderte von Jahren versuchten Chinesen Perlen zu züchten. Schon 1000 Jahre vor Christus legten Chinesen Abgüsse von kleinen Buddhas in Muscheln, die dann mit einer Perlmuttschicht überzogen wurden. Doch erst vor einem Jahrhundert gelang es Japanern, runde Perlen zu züchten. Diese Erfindung kam zu einem Zeitpunkt, als die Vorräte an Naturperlen aufgrund von Überfischung und Umweltverschmutzung stark zurückgegangen waren. Die neue Technik führte zu einer Revolution des Perlenhandels.

Der heutige Perlenmarkt ist ein Zuchtperlenmarkt.

 

 

Unterschied zwischen Naturperle und Zuchtperle

Genau wie die Naturperle ist die Zuchtperle ein natürliches Produkt. Genau wie die Naturperle entsteht und wächst die Zuchtperle im Inneren der Perlmuscheln. Die Eigenschaften von Zuchtperlen und Naturperlen, die chemische Zusammensetzung, die Härte und die optischen Eigenschaften sind gleich. Auch das spezifische Gewicht der Zuchtperlen, entspricht, wenn sie kernlos sind, dem der Naturperlen. Der Unterschied zwischen Natur- und Zuchtperle, besteht darin, dass der Mensch eingreift, um in der Muschel Bedingungen zu schaffen, die die Produktion einer Perle begünstigen. Der Muschel wird ein Gewebeteil einer anderen Muschel eingesetzt. Je nachdem, ob es sich um Zuchtperlen ohne Kern oder mit Kern handelt, wird zusätzlich zu dem Gewebeteil noch ein Perlmuttkern eingesetzt. Nachdem die Muschel vom Menschen auf diese Weise „operiert“ wurde, wird sie ins Wasser in ihr natürliches Umfeld gesetzt und über eine Periode von 2 bis 6 Jahren beobachtet und gepflegt.

In regelmäßigen Abständen wird sie gereinigt. Immer wieder wird geprüft, ob die Lebensbedingungen für die Muschel gut sind, ob Qualität und Temperatur des Wassers optimal sind. Die Zucht bleibt schwierig und vieles beruht auf Naturvorgängen, die sich der Kontrolle der Züchter entziehen. So entstehen immer wieder große Verluste durch Phänomene wie die Algenpest, durch Umweltverschmutzungen, durch Taifune und Erdbeben. Auch wenn alles ohne Zwischenfälle verläuft ist nur ein geringer Prozentsatz der geernteten Perlen von guter und nur 1 bis 2 Prozent von sehr guter Qualität.

Bei den Zuchtperlen unterscheidet man zwischen Perlen, die in Süßwasser, also in Seen und Flüssen gezüchtet werden und zwischen Perlen, die im Salzwasser, also im Meer gezüchtet werden.

Man unterscheidet zwischen:

 

•       Süßwasserperlen

und drei Arten von Salzwasser Zuchtperlen

•       Akoyaperlen

•       Südseeperlen

•       Tahitiperlen

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
©dieKleinePerle